Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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nen Ringe umgebenen Augen auf den ewigen Schnee des Maile⸗Dam gerichtet. Zuweilen, ſagt man,„ ſollen in dieſen Augenblicken uberſpannter Betrach⸗ tungen, und beſonders wenn die Sonne lang⸗ ſam hinter den Gipfeln der Argenikberge nieder⸗ ſank, jener öden Felſen, welche nackte Koͤpfe ge⸗

nannt werden und in die öſtliche Kette der Acro⸗

ceraunen auslaufen, die Augen Khamco's ſich weit geoffnet haben, ihr blaſſes Geſicht purpurroth ge⸗ worden ſein und ein unerklaͤrliches Zittern ihren ganzen Körper ergriffen haben; dann, faſt außer ſich, erhob ſie ſich halb, ihre bebenden Haͤnde ſtreck⸗ ten ſich in das Weite, waͤhrend ihre rothen Lippen, durch ein unbeſchreibliches und goͤttliches Lächeln halb geoffnet, unbekannte Worte zu fluſtern ſchienen.

Wenn dann der letzte Strahl der Sonne ſei⸗ nen gluͤhenden Wiederſchein geworfen hatte, nahm in dem Maße, wie die Dämmerung ihre Schleier ausbreitete, der Ausdruck ihres Geſichtes, der einen Augenblick ſo heiter geweſen war, einen immer finſtreren Charakter an, bis es ſo ſchwarz war, als die Nacht; dann, ſagt man, ſollen bittere Thränen langſam uͤber die abgemagerten Wangen Khamco's gefloſſen ſein. 3

Zu anderen Zeiten wieder, nachdem ſie ſonder⸗ bare und weiſſagende Figuren zu Rathe gezogen hatte, rief ſie ihren Sohn zu ſich, den jungen Ali mit dem blonden Haar und den blauen Augen, preßte ihn zärtlich an ihr Herz, zeigte ihm in d

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