Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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„Ich bin eine Memme!— Das Elend der Sclaverei hat mich entnervt! Mein Vater haätte Dich getödtet und Deinen Sohn. Aber ich bin feiger als ein Lapez. Gott hat dieſer Wohnung geflucht, und es geſchehe ſein Wille! Das Blut Michael's wird die Haͤnde Khamco's faͤrben!“ ſagte der Bergbewohner, indem er ſeinen Dolch von ſich warf; dann oͤffnete er den Reitern ſeine Thuͤr.

Der Auftritt bot ein ergreifendes Bildz das gluͤhende Licht der Fackeln, welche die Neger vor dem Hauſe hielten, ließ ungeachtet der Nacht hier und dort die glaͤnzenden Waffen der Gueguen fun⸗ keln, die in ihre prachtvollen rothen, mit Gold ge⸗ ſtickten Gewaͤnder gekleidet waren, und eine Art Beinſchienen von Silberblech trugen, denn ihre mit Schnee bedeckten Kepes waren auf ihren Säͤt⸗ teln geblieben.

Die Soldaten mit den bleichen, wilden Geſich⸗ tern, mit den langen Baͤrten, mit ihren geflochte⸗ nen Haaren mit dem Fez bedeckt, draͤngten ſich tumultuariſch zu dem Eingange in die Huͤtte des Griechen; aber Niemand wagte hineinzudringen; der Bektadji allein ſtand mit ſeinem umherflat⸗ ternden ſchwarzen Mantel, die beiden Haͤnde in die weiten Aermel verborgen, ruhig, regungslos auf der Schwelle der Thuͤr, delche Marco Ducas raſch geoffnet hatte. Vor Schrecken verwirrt, nicht mehr denkend und einer inſtinktmaͤßigen Eingebung gehorchend,

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