Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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ein Zeichen, zu ſchweigen, und fluͤſterte dann leiſe: „Man kommt— man kommt— ich hoͤre den„ Hufſchlag von Pferden.“

„Die Klephthen!“*) rief Noömi mit dem Tone des hoͤchſten Schreckens.

„Meine Mutter, meine Mutter!— Die Zau⸗ berin!—“ ſchrie das Kind, welches ploͤtzlich aus dem Schlafe auffuhr und ſich feſt an Noemi's Hals klammerte.

Nachdem Marco Ducas einen fluͤchtigen und verzweiflungsvollen Blick durch das Gemach hatte ſtreifen laſſen, erhob er die Augen zum Himmel und vermochte nichts als die Worte auszuſprechen: „Keine Waffen!“*

In dieſem Augenblicke wurde die Thür heftig erſchuͤttert und eine Stimme ſchrie:

„Weshalb wagſt Du es, Dich in Deine Woh⸗ nung einzuſchließen, Hund von Radja?“*)

„Oeffne ſogleich, Haſe!“***) ſagte eine andre Stimme.

Und noch ehe der Bergbewohner Zeit hatte, zu gehorchen, ſteckte einer der Gueguen das lange Rohr ſeines kleinen Gewehres zu dem Fenſter herein,

*) Räuber.

**) Radja, ungläubiger. Ausdruck der Verachtung der Türken gegen die Chriſten.

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