welche, uͤber das Kind gebeugt, den Ausdruck ſei⸗ nes Geſichtes voll Beſorgniß beobachtete.
Michael's Stirn bedeckte ſich mit Schweiß, ſeine Zuͤge veraͤnderten ſich; er ſchien von einer furchter⸗ lichen Angſt ergriffen zu ſein, ſtieß plotzlich unter einem verhaͤngnißvollen Angſtſchrei den Namen Khamco aus und verſtummte dann; ſeine Aufre⸗ gung aber waͤhrte fort.
„Gott beſchuͤtze unſer Kind!“ rief die arme Mutter voll Verzweiflung.„Er traͤumt von der Zauberin! Wehe uns, wehe uns!“
„Gott verfluche und verdamme ſie fuͤr ewige Zeiten, denn ſie vergiftet ſelbſt den Schlaf der Kin⸗ der,“ ſagte der Bergbewohner voll Bitterkeit.
Er wäre vielleicht fortgefahren, aber plötzlich hielt er inne und ſagte zu ſeiner Frau, indem er den Kopf in die Hoͤhe richtete und nach der Seite der Thuͤr blickte:
„Haſt Du nichts gehoͤrt?“
„Nichts,“ erwiederte Noömi, und ſah ihren Mann voll Entſetzen an, indem ſie ihren Sohn feſter in ihre Arme druͤckte.
Marco Ducas ſprang mit einem Satze empor und ſah nach, ob die beiden holzernen Riegel, welche die Thuͤr von innen verſchloſſen, feſt waͤren; dann blieb er ſtehen und fuhr fort zu lauſchen.
„Ich furchte mich,“ ſagte Noömi erblaſſend.
Der Grieche legte plötzlich das Ohr gegen die Thuͤr, horchte einen Augenblick, gab ſeiner Frau


