indem ſie ſich zugleich doch ſorgfältig huͤtete, ih⸗ ren Sohn zu erwecken.
„Fuͤrchterliche Nacht!“ ſagte der Grieche, in⸗ dem er auf“ das Feuer einige Tannenaͤpfel warf, die wieder ein helles Licht verbreiteten.
Dann fuͤgte er hinzu:„Obgleich unſer Schutz nur kläglich iſt, wollen wir doch Gott dafuͤr dan⸗ ken, denn es muß jetzt ein fuͤrchterliches Wetter in dem Defilé ſein;“— und an ſeinen Hund den⸗ kend, der den Bären bewachte, fugte er mit einem Seufzer hinzu:„Armer Tomoros!—“ und lieb⸗ koſte ſeinen zweiten Hund nur um ſo herzlicher.
Die Augen in Thraͤnen gebadet, zeigte Noömi ihrem Manne den kleinen Michael, der auf ihren Knien ſchlummerte, und ſagte:„Theures Kind! Sieh, wie es ſchlaͤft!“— Sie dachte mit Wonne daran, daß ihr geliebtes Kind die Gefahr uͤber⸗ ſtanden. Dann ſtrich ſie die braunen Locken zu⸗ ruͤck, welche das magere, bleiche Geſicht des Kin⸗ des bedeckten, und kuͤßte leiſe deſſen Stirn. Der Bergbewohner beugte ſich ebenfalls uͤber Michael und betrachtete ihn einige Zeit ſchweigend mit truͤ⸗ ber Zaͤrtlichkeit.
Mloͤtzlich bewegte Michael die Haͤnde, ohne die Augen zu öffnen, und ließ einige unartikulirte Worte hoͤren.
„Er träumt, er traͤumt! Moͤge die Jungfrau
ihm gluͤckliche Traͤume verleihen!“ ſagte Noömi
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