Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Der Grieche wendete den Kopf halb um und betrachtete Michael mit unbeſchreiblicher Zaͤrtlichkeit.

Du verbindeſt mich beſſer, mein Kind, als der beſte Phyſiker?) der verdammten Hexe von Debelen. Und er bekreuzte ſich.Aber wenn die Jagd hart war, ſo war ſie doch auch gut. Der Gehoörnte*) iſt nicht allzu mager, fugte der Berg⸗ bewohner hinzu, indem er mit der Hand uͤber die rauhen Flanken des Baͤren fuhrzDeine Mutter und Du, Ihr koͤnnt deshalb auch dieſen Winter eingeſalzenes Fleiſch eſſen, und das Fell wird eine gute und warme Decke fuͤr Euch ſein, Euch gegen die Nachtkälte des Grucha zu ſchuͤtzen. Segnen wir daher die Jungfrau, welche die Chriſten nie vergißt und uns dies Gluͤck ſendete, Michael! ſagte ernſt der Bergbewohner, indem er mit ſeinem Sohne niederkniete.

Dies war alſo die Entbloͤßung und die fuͤrch⸗ terliche Lage der griechiſchen Chriſten von Gladiſta, welche aus ihrem Geburtslande Chaonien auf Be⸗ fehl Ali's, Paſchas von Janina, nach dieſem wil⸗ den Theile von Epirus verpflanzt worden waren; ſo ſchlimm war ihr Geſchick, daß der Vater Michael's ein ungehofftes Gluͤck, beinahe eine Fuͤgung der Vorſehung in dem fuͤrchterlichen Zufall erblickte,

*) Arzt. *) Eine verächtliche Benennung, deren ſich die Al⸗ baneſer bedienen.