Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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wurden, ſondern mit zitternder Stimme, mit dem Tone der Dankbarkeit und Liebe.

Mitten unter dem Toben des Sturmes, in dieſer entſetzlichen Einſamkeit, die ſchon in Dunkel⸗ heit ſich huͤllte, dem noch immer drohenden Leich⸗ nam des Baͤren gegenuͤber, wurde der ohnehin ſo ruͤhrende und erhabene Anblick von hoher Majeſlat.

Mein Vater, Du biſt verwundet? rief Michael, indem er das Blut an einem Stuͤck des Ziegen⸗ felles ſah, welches der Baͤr aus dem Ueberwurf des Bergbewohners geriſſen hatte.

Da, glanbe ich, ſagte der Bergbewohner, in⸗ dem er den Kopf nach der linken Schulter wendete. Leg etwas feuchte Erde auf die Wunde, und der gute Gott wird das Uebrige thun!

Dann ſich auf den getoͤdteten Baͤren ſetzend, zog der Bergbewohner des noch immer heftig fal⸗ lenden Schnees ungeachtet die Kleidung aus, und entbloͤßte die Wunde ſeiner kraͤftigen braunen Schulter, waͤhrend er mit der rechten Hand die beiden großen Hunde ſtreichelte, die ihre ſchoͤnen, klugen, kuͤhnen Koͤpfe auf ſeine Knie legten.

Michael feuchtete ein wenig thonichte Erde an, ſchoͤpfte in ſeiner rothwollenen Muͤtze eiskaltes Waſſer aus dem Fluſſe, und nachdem er die Wunde ſeines Vaters fromm gekuͤßt hatte, wuſch er ſorgſam das Blut davon ab und bedeckte ſie mit dem friſchen weichen Thon, auf den er ige welke Blaͤtter legte.