Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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zwang ihn, plötzlich Halt zu machen und nach dem Fuße des Baumes hinabzublicken.

Das Gebell der Hunde wurde jetzt wuͤthend, und die Stimme wiederholte:

Muth, Michael!

Ein kräftiger Bergbewohner, mit dem Fez, mit einem Ziegenfell bedeckt, einen langen Dolch zwi⸗ ſchen den Zaͤhnen, erſtieg den Baum und machte Halt in kurzer Entfernung von dem Bären, um dieſen zu beobachten.

Dieſer, der ſich an den Stamm der Platane klammerte, fing jetzt wuͤthend an zu bruͤllen, indem er drohend den Rachen aufriß; aber die nachthei⸗ lige Stellung des wilden Thieres benutzend, das, durch die Dicke des Stammes von ihm getrennt, ſich ſeiner fuͤrchterlichen Klauen nicht bedienen konnte, gelangte der unerſchrockene Bergbewohner bis zu der Hoͤhe des Baͤren und dieſem beinahe gegenuͤber; er preßte die Platane zwiſchen ſeine Knie, ergriff mit der einen Hand den Baͤren im Ruͤcken bei ſeinem dicken Fell, und ſtieß ihm mit der andern ſein langes Meſſer in das Herz, indem er in das Siegesgeſchrei der griechiſchen Chriſten ausbrach:

Sieg dem Kreuze! Heilige Worte, welche

ſie ſtets zum Zeichen religioͤſer Anrufung oder from⸗

mer Dankbarkeit ausſprechen, wenn ſie einer großen Gefahr trotzen oder ſie beſiegen.

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