Teil eines Werkes 
75.-77. Theil (1841) Kardiki : Novelle / von Eugen Sue ; deutsch von L. v. Alvensleben
Entstehung
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Die wilde Beſtie, welche ſich ohne Zweifel ih⸗ rer Beute ſicher glaubte, machte einen Augen⸗ blick Halt.

Da ſtieß das Kind einen letzten, herzzerreißen⸗ den Klageſchrei aus, zu welchem das arme Ge⸗ ſchöpf Alles ſammelte, was ihm von Leben, Kraft und Hoffnung noch blieb. Bleich, mit blauen Lip⸗ pen, krampfhaft zitternd, vor Kaͤlte mit den Zaͤh⸗ nen bebend, machte der Knabe dann noch eine letzte Anſtrengung, ſich nach Art der griechiſchen Chri⸗ ſten zu bekreuzen, und ſchloß hierauf die Augen, den Tod erwartend.

Nachdem der Baͤr ſich klug auf einem großen Aſte gewiegt hatte, um deſſen Sicherheit zu prufen, kletterte er den Baum weiter hinauf.

Obgleich der Sturm noch immer wuthete, oͤff⸗ nete doch das Kind ploͤtzlich die Augen, horchte und ſchien mit entſetzlicher Angſt zu lauſchen. In der That ſchien anfangs fernes Hundegebell ſich immer mehr zu naͤhern, bis es endlich ganz deut⸗ lich wurde. Das unguͤckliche Kind wendete hier⸗ auf den Kopf nach der Seite des Fluſſes und ſchrie

abermals:Mein Vater, mein Vater, hierher! et zur Jungfrau und faſſe Muth, Michael! antwortete eine maͤnnliche Stimme, welche die An⸗ ſtrengung eines raſchen Laufes keuchen gemacht hatte.

In demſelben Augenblick traf ein mit Kraft

geworfener Stein den Bäaͤr in die Seite, und