Hoͤhe von 300 Fuß; hier näherten ſie ihre Gipfel wie ein ungeheures Bogengewoͤlbe, und ſo ver⸗ ſchlangen ſich beinahe die ſchwarzen Zweige einiger Fichten, oder Lerchenbaͤume, welche, von beiden Seiten uͤber den Abgrund gebeugt, einen Dom bil⸗ deten, der oft fuͤr das Licht des Tages undurch⸗ dringlich war.
Zuweilen auch wurden dieſe Baͤume, durch die Gewalt der Stuͤrme, deren gewoͤhnlicher Aufenthalt der Grucha von Debelen iſt, entwurzelt, und nach⸗ dem ſie die ſteilen Felswaͤnde hinabgeſtuͤrzt waren, blieben ſie entweder an den Vorſpruͤngen der Fel⸗ ſen haͤngen, oder ſie ſchmetterten in die reißenden Gewaͤſſer der Voiouſſa hinab.
Mit jedem Augenblicke verdoppelte ſich die Wuth des Sturmes, welche durch das Echo noch vervielfältigt wurde; der Wind fing ſich in dieſer Einſamkeit und ſchien zuweilen unter den weißen Wirbeln des Schnees gleich dem Donner zu kra⸗ chen, waͤhrend dichte aſchgraue Wolken ſich ſchwer auf die Gipfel der Berge lagerten und den Grund des Defilés in Nebel und Schatten huͤllten. Wenn die furchtbare Stimme des Unwetters ploͤtzlich inne hielt, ließen dann die Platanen, die am Ufer des Fluſſes wuchſen und ihre Wipfel bis zu der Hoͤhe des Weges erſtreckten, der an dem Abgrunde hin⸗ lief, das dumpfe Rauſchen ihrer blaͤtterloſen Zweige hoͤren.


