Während dieſer faſt ununterbrochenen Buͤrger⸗ kriege machten die Klephthen oder Raͤuber, die ſich in die Berge zuruͤckgezogen hatten, haͤufige Ein⸗ faͤlle in das flache Land, welches ſchon von den Beys bedruckt wurde, die als Pächter von dem Einkommen der Pforte ungeſtraft die großten Ge⸗ waltthaten veruͤbten. Man ſieht daher auch, daß ungeachtet einiger Freiheiten, welche den chriſtlichen Albaneſen als Lohn fuͤr ihren Abfall gewährt wur⸗ den, das Loos der Unglucklichen noch beinahe ganz von der Gnade der Beys abhängig war.
Unter den rauhen und wilden Theilen von Epirus konnte der Pharez oder der Diſtrict von Debelen als einer der erbaͤrmlichſten betrachtet werden.
Seit dem Anfange des 18. Jahrhunderts hatte das Beylik dieſes Diſtrictes derſelben Familie an⸗ gehört; einer ihrer letzten Abkoͤmmlinge, Vely, hei⸗ rathete Khamco, die Tochter des Beys von Conitza, und hatte von ihr zwei Kinder, Ali und Chainitza. Von dieſer Familie, wuͤrdig, den furchtbaren Stamm der Atriden fortzupflanzen, war jetzt nur noch Khamco uͤbrig, die Wittwe Vely Beys, und ihre Kinder, Chainitza und Ali.
Khamco bewohnte Debelen, den Ort ihrer Ge⸗ burt. Ali, der in der Geſchichte unter dem Titel eines Paſcha von Janina ſo furchtbar beruͤhmt ge⸗ worden iſt, wohnte damals in Janina, b ſchalik er ſo eben erhalten hatte.
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deſſen Pa⸗
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