geſtaͤndniß und ſicherten ſich ſo gegen die Quaͤle⸗ reien und Bedruͤckungen, denen die Rajahs(Chri⸗ ſten) bisher ſtets ausgeſetzt geweſen waren. Die Lage der epirotiſchen Chriſten war daher auch et⸗ was weniger erbaͤrmlich, als die ihrer uͤbrigen Glau⸗ bensbruder.
Gegen das Ende des 18. Jahrhunderts, als der Zeit, zu welcher unſere Geſchichte zuruͤckgeht, war Albanien nicht einem einzigen Wiſir unterworfen, ſondern wurde von einer ziemlich großen Menge von Beys beherrſcht, welche der ottomaniſchen Pforte tributpflichtig oder deren Beamte waren. Dieſe Beys hatten unter ihren Befehlen eine ziemlich be⸗ träͤchtliche Menge chriſtlicher Kriegsknechte, welche dazu beſtimmt waren, die Ruhe im Innern des Landes zu erhalten; aber es ſtand damals um Al⸗ banien, wie im Mittelalter um Frankreich; die Sol⸗ daten oder chriſtlichen Armatolis, ſo wie die Pali⸗ karen, eine andere tuͤrkiſche Truppengattung, uͤbten ihre Pflicht nicht, ſondern nahmen ſtatt deſſen Theil an den Zwiſtigkeiten der Beys unter einan⸗ der; es gab daher auch uͤberall nichts, als Krieg, Pluͤnderung, Gewaltthat und fortwaͤhrende Re⸗ preſſalien.
Die Streitigkeiten der Macht und der Familien endeten ſtets durch eine Berufung an das Recht des Schwertes, mit andern Worten, der offenen Gewalt, und die zahlreichſte oder gewandteſte Partei blieb im Vortheil.
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