Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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eine boshafte und faſt wilde Freude, wenn ich z. B ſehe, daß eine Frau mir nichts mehr zu verweigern hat.— Ja, ich bin vielleicht noch weniger nach ihrem Beſitz als nach dem Gedanken begierig: daß ich es bin, der ſie bewog, ihre Pflichten zu ver⸗ geſſen und ihre Zukunft auf's Spiel zu ſeen

e Sie mir, Herr Graf, Sie ſchildern aus Demuth Ihren edeln Charakter in den duͤſter⸗ ſten Farben.“

„Aber potz Tauſend, Herr Abbé, Sie machen mich zum Narren„ich bin kein Heiliger, ich bin nicht in der Beichte, und ich denke gerade jetzt ſehr wenig an die Demuth. Ich ſage, was ich bin und was ich zu ſein glaube. Ich kenne ſehr wohl die Gewiſſensbiſſe, die mich bisweilen drucken;

ich weiß wohl, wenn ich mit kaltem Blute mein

Betragen erforſche, ſehe ich ein, daß ich eine Menge Fehler begangen habe, welche einen ſtrengern Na⸗ men verdienten, wenn die Welt gegen das Boͤſe, das ſie erzaͤhlt, nicht ſo nachſichtig wäre... Sehen Sie, Herr Abbé, keine von den beiden Schilde⸗ rungen, die Sie von mir entworfen haben, iſt ge⸗ nauz aber wenn ich Jemandem gleiche, ſo iſt es viel mehr jenen teufliſchen Menſchen, von denen Sie ſagten, daß ſie das Boͤſe aus Naturtrieb thun.“ „Der Herr Graf wollen ſcherzen?“ Scherzen Herr Abb6, ſcher⸗ zen? O nein! Ich ſcherze nicht; ich habe ſürchter