Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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mit den andern Menſchen verglichen, haben Sie ſich uͤber die Mehrzahl erhaben gefunden, nicht wahr? Denn Sie hatten, nach Ihrer Meinung, das, was den Meiſten abging, Sie beſaßen Rang, Vermögen, Geiſt und Tapferkeit; Sie hegten eine ubermuͤthige Verachtung gegen die Frauen, was Ihnen gerade alle Frauen zufuͤhrte; Sie beſaßen die Macht, ſich, wenn auch nicht uͤber menſchliche, doch wenigſtens uber göttliche Anordnungen hin⸗ auszuſetzen; Sie hatten ſich noch einige Todesfäͤlle mit einer Art von Eitelkeit vorzuwerfen; Sie hat⸗ ten endlich noch das Recht, chorichterweiſe Ihren ungluͤcklichen Ruf zu verwuͤnſchen, dem Sie Furcht und Anbetung verdankten, als ein Schwelger, der noch verfuͤhreriſcher und verdorbener war, wie Don Juan oder Lovelace, gefaͤhrlich und ſchon wie Sa⸗ tan; und dies machte Sie zum gluͤcklichſten der verzweifelten Menſchen? Nicht wahr? Ihre ver⸗ traulichen Mittheilungen wenigſtens gehen darauf aus, mir von Ihnen dieſe Meinung beizubringen, nicht wahr?“ „Sie haben es nicht getroffen, Herr Abbé—“ ſagte Heinrich zoͤgernd, denn vergebens hatte er ſich bemuͤht, auf dem Marmorgeſicht des Prieſters den weck ſeiner jetzigen Fragen zu leſen, um zu wiſ⸗ ſen, ob ſie einen Spott oder eine Ermahnung ent⸗ hielten.—„Sie haben es nicht getroffen, Herr Abbé.— Ich habe ſelten die Folgen meiner La⸗ ſter berechnet, aber ich habe mich dem hingegeben,