Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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dieſer Art, welche ich mir vorzuwerfen habe, bedeu⸗ tenden Einfluß auf den Zuſtand der Angſt hätten, den ich erleide... Ja, wenn ich es frei heraus

ſagen ſoll, ſo bin ich bisweilen ſelbſt uͤber mein

Betragen erſchrocken; denn ich habe in der That ungeſtraft jeder Liebe, welche ich einfloͤßte, geſpot⸗ tet. Ich verachte das maͤnnliche und weibliche Geſchlecht, weil ich es kenne; aber ich verſichere Ihnen, Herr Abbé, daß das Uebergewicht, welches dieſe Verachtung gewaͤhrt, weit entfernt iſt, für die Leere zu entſchädigen, die ſie in dem Herzen zu⸗ ruͤckläßt..... Davon wollte ich alſo mit Ih⸗ nen ſprechen, indem ich mich im voraus allen Ihren Zurechtweiſungen unterwerfe, denn, wenn Sie ſtreng ſind, Herr Abbé, ſo geſtehen Sie es, ich höre mit der größten Aufmerkſamkeit auf Ihre Vermahnungen.“

Indem Heinrich dieſe Geſchichte erzählte, und ſie mit ſo ſchwermuͤthigen Betrachtungen wuͤrzte, hatte er beſonders Stoff zu einer langen Unterre⸗ dung geſucht, zugleich feſt auf die Vorwuͤrfe oder wenigſtens auf die Bemerkungen rechnend, die ihm der Schiffsprediger wegen ſeines unordentlichen Le⸗ benswandels machen wuͤrde, welchen er ſicherlich als grauſam, ungluckſelig, teufliſch bezeichnen mußte; denn, ſo wie alle Lovelaces, beſaß unſer lieber Graf eine entſchiedene Eigenliebe, ſich ſeiner Gottloſig⸗ keit zu ruͤhmen, und ging mit ſeinen guten Eigen⸗ ſchaften leichtſinniger um, als mit ſeinen Laſtern.—