Teil eines Werkes 
71.-74. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 9.-12. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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Reiz dieſer Gemuͤthsbewegung nicht kennen, ſo glau⸗ ben ſie dieſe fuͤr ſchmerzlich halten zu muſſen, weil ſie diejenigen weinen ſehen, welche von ihr er⸗ griffen ſind. die Ungluͤcklichen! Sie kennen nicht die fromme Suͤßigkeit gewiſſer Thranen!.

Ungefaähr ein Jahr nach dem Tode des Herrn von Cilly ſaß Arthur bei anbrechendem Abend in ſeinem Lieblingszimmer, der unermeßlichen Bib— liothek des Schloſſes, denn hier war es, wo ſein Vater und er ſich ehemals dem Studium mit ei⸗ nem ruͤhrenden Wetteifer uberlaſſen hatten.

Dieſe Bibliothek bildete eine Gallerie, deren Fenſter die Ausſicht auf einen der ſchauerlichſten und wildeſten Theile der Vogeſen hatten....

Es waren hohe Gebirge, abgeriſſene Felſen⸗ ſpitzen, duͤſtere und ſchwarze Tannen von den letz⸗ ten Strahlen der untergehenden Sonne vergoldet.

Arthur hatte ſich traͤumend mit dem Ellenbo⸗ gen auf einen feſten Tiſch gelehnt, der mit Papie⸗ ren und Manuſcripten bedeckt warz; um dieſe Gal⸗ lerie dehnten ſich unermeßliche Stoͤße Buͤcher in allen Sprachen aus; an einem Fenſter erblickte man eine Staffelei und einige Gemaldeſtizzen; weiter hin eine Harfe und ein kleines Orgelwerk und hier und dort phyſikaliſche und aſtro nomiſche Inſtrumente, Himmels- und Erdkugeln; kurz an dieſem Orte ſchien Alles ein Bild von der Beſchaͤftigung des wiſſenſchaftlichſten, vollſtaͤndig⸗