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Nachdem er noch einige Monate in dieſem duͤſtern und farbloſen Leben hingebracht hatte, ſtarb Perr von Cilly, die traurige Ueberzeugung mit in das Grab nehmend, welche ſeine Tage verkuͤrzt hatte.
Und Arthur ſtand allein in der Welt..
Damals war ſein Schmerz unermeßlich; es war ein kalter, tiefgefuͤhlter, uͤberlegter Schmerz, welcher ſein Bett tief in die Einſamkeit dieſer mäch⸗ tigen Seele grub, gleich den verborgenen Wald⸗ ſtroͤmen, welche unbemerkbar einen rieſigen Felſen untergraben. Denn der vorzuͤglichſte Charakter eines ähnlichen Schmerzes iſt eine eiskakke Ruhe, ſo ſtumm wie ein Grabſtein. es iſt der heim⸗ liche Kummer, welcher die Welt ſucht, um ſich da⸗ ſelbſt zu entfeſſeln und ſeine verſtellten Seufzer auszuſtoßen.
Arthur hauchte ſeinen Schmerz nicht ſo ſchnell aus; er nährte ihn; ſein Leben war von nun an ein ewiger Gewiſſensbiß, ein blutiger und wieder⸗ holter Fluch gegen jene eitle Wiſſenſchaft, welche ihm den einzigen Glauben, in den er ſein Ver⸗ trauen ſetzen konnte, geraubt hatte; allein ſtatt die Erinnerungen zu flichen, welche ihm den Verluſt ſeines Vaters ſtets vor Augen ſtellten, rief er ſie hervor, und uͤberließ ſich ihnen mit einer bittern Schwermuth; denn der Gedanke, welcher uns fort⸗ waͤhrend den Tod derjenigen, die uns theuer wa⸗ ren, vergegenwaͤrtigt, erſcheint nur ſchrecklich in den Augen der Gefuͤhlloſen. Da ſie den grauſamen


