cher, doch wenigſtens eben ſo unterhaltend, als die Zuſammenſtellung eines Räthſels.
Aber laßt uns zuruͤckkommen zu unſerer Ver⸗ gleichung zwiſchen dem Dichter und Gott.
Einer der koſtbarſten Vorzuͤge des Dichters iſt auch: in der Tiefe des Herzens der Geſchoͤpfe zu leſen, womit er ſeine eigenthuͤmliche Welt be⸗ volkert hat; denn er kann, wenn es ihm gut duͤnkt, alle Schleier herabreißen, und die Seelen, welche er geſchaffen(bisweilen auch nach ſeinem Bilde), in ihrer reizenden oder haͤßlichen Bloͤße zeigen⸗
Indem wir uns dieſen Vorzug anmaßen(denn wir ſind leider! weit entfernt, Dichter zu ſein) wollen wir, ſage ich, uns bemuͤhen, dem Leſer einen ziemlich genauen Begriff von dem Schiffs⸗ prediger beizubringen, deſſen ironiſche und ſtrenge Sprache die Macht hatte, dem Grafen von Vau⸗ drey auf ſonderbare Weiſe zu imponiren.
Einem ſehr alten und ehrwuͤrdigen Hauſe ent⸗ ſproſſen, hatte der Abbé von Cilly den geiſtlichen Stand ungefaͤhr erſt ſeit zwei Jahren erwaͤhlt, und die Ereigniſſe, welche ihn zu dieſem Berufe be⸗ ſtimmten, verdienen erzaͤhlt zu werden.
Der Abbé brachte den groͤßten Theil ſeiner Ju⸗ gend in einem Schloſſe zu, welches in der Mitte der Vogeſen lag, und eine der vornehmſten Beſitz⸗ ungen ſeines Vaters, des Baron von Cilly, war, eines ſehr geiſtreichen Mannes, der, nachdem er am
Hofe des Regenten und Ludwigs XV. viel Gluͤck


