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ſtutzten ſich Einer auf den Andern, und ſchienen ihre eigenen Leiden zu vergeſſen, ſo groß war ihre Aufmerkſamkeit auf die geringſten Geberden, den geringſten Ausdruck in der Phyſiognomie des Doctors.
In dem Hintergrunde, an der Thuͤr der Gal⸗ lerie erblickte man eine Gruppe Neugieriger, und unter ihnen Meiſter Frank, den Schiffspatron Heinrichs, einige Hochbootsleute und Matroſen, welche hier Nachrichten uͤber den Commandanten erwarteten, und durch die Piken zuruckgehalten wurden, die zwei Schildwachen gekreuzt hielten, um die Stelle der waͤhrend des Kampfes zerſchmetter⸗ ten Thuͤr zu erſetzen.
Der Doctor Gédeon, eitel und wichtig wie je⸗ der Menſch, welcher weiß, daß er mit einem Worte, durch ein Zeichen, die Geſichter derjenigen, deren Augen auf ihn geheftet ſind, verduͤſtern oder erhei⸗ tern kann, zog die Sonde aus der Wunde und hielt ſein Ohr ganz nahe an ihre Oeffnung.
Nach einem Augenblicke peinlicher Stille.. nahm er ſein Ohr weg, hielt es wieder hin,. horchte noch ein Mal,„und ſagte endlich, in⸗ dem er ſorgfaͤltig ſeine Sonde an einem Zipfel ſei⸗ ner Schuͤrze abwiſchte:
„Die Wunde iſt nicht tief, es iſt keine Ge⸗ fahr, Herr Graf
Es waͤre ſchwer, die Wirkung zu beſchrei⸗ ben, welche dieſe wenigen Worte hervorbrachten;
Die Serwarte v. Koat⸗Vén. IM.


