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Als es der Lieutenant halb ein Uhr ſchlagen hörte, riß ſeine Geduld; er öffnete die Thur des vordern Saals ein wenig, und rief dem Kammer⸗ diener ſtolz zu:
„Wird denn der Commandant heute nicht ſicht⸗ bar werden?“
„Der Herr Graf ſind beſchaͤftigt!“ rief der Lakei.
Heftig warf der Lieutenant die Thuͤr wieder zu und murmelte:
„Er iſt da, hat ſich mit einem Maͤdchen, oder mit ſeinem Schneider, oder ſeinem Koche hier ein⸗ geſchloſſen, während brave und freie Seeleute hier im Vorzimmer lauern mäſſen, wie Lakeis. So weit fuhrt der Stolz auf Rang und Titel.“
In dieſen Aeußerungen ſeiner Wuth ward Tho⸗ mas durch die Ankunft des Grafen geſtört.
Wie Heinrich eingetreten wat, ſtanden alle Offi⸗ ciere auf, und zugleich zeigten ſich auch zwei neue Geſtalten, die ſich an den Stab der Fregatte an⸗ ſchloſſen, nämlich Rumphius und ſein Bruder Sulpizius.
Rumphius, wie gewöhnlich mit Leib und Seele in ſeine Berechnungen vergraben, warf ſich in einen Armſeſſelz der arme Sulpizius aber, dem die Scham und Beſturzung, ſich in ſolcher Geſellſchaft zu be⸗ finden, und ſeinen Bruder ſo zerſtreut zu ſehen, die Glut auf die Wangen trieb, zupfte ihn vergebens beim Aermel, und fluͤſterte ihm zu:„Mein Bru⸗
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