Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Sicherheit, dennoch die Augen niederſchlagen, und fing bei den letzten Worten an zu ſtottern.

„Nun, mein Herr?“ begann der Abbé wieder.

„Nun, Abbé!“ rief der Lieutenant, und ſchoͤpfte friſche Kraͤfte,„ich meine, daß dies hinfort nicht mehr vorkommen darf.—“

Sanft antwortete der Abbé:„Ich ſchloß einem Sterbenden die Augen, mein Herr.“

Darauf ſtuͤtzte er von Neuem ſeinen Kopf auf ſeinen Arm, und ſchien ſich ſeinen Traͤumereien wieder zu uͤberlaſſen.

Da toͤnten wirre Fußtritte vor der Thuͤr, und der Kammerdiener meldete gleich hinter einander:

„Der Herr Marquis von Miran.“

„Der Herr Ritter von Monval.“

„Der Herr Baron von St. Sauveur.“

„Meiner Treu, verzeihen Sie, Lieutenant,“ rief der Marquis von Miran,„wir kommen aus dem Wirthshauſe, wo wir ſo eben den Officieren des Brillant, der mit der Ebbe unter Segel geht, unſer Lebewohl gebracht haben.“

„Sie haben vier und zwanzig Stunden Arreſt, meine Herren,“ rief Thomas,„in meinem Befehle ſtand 12 Uhr.“

Der Marquis von Miran gab ſeinen Kamera⸗

den ein Zeichen, worauf alle drei dem Lieutenant

ihre Honneurs machten, und, ohne weiter ein Wort an ihn zu verlieren, unter einander ſchwatzten.