Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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Eben traf der Sergeant mit vier Soldaten ein, um die Delinquenten zu arretiren, als dieſe drei Wagen mitten in die dichte Menſchenmaſſe eindrangen.

Jean Thomas war wuͤthender als je, und der Doctor moͤglichſt zornig.

Als der Graf von Vaudrey den Lärm be⸗ merkte, ließ er den Kutſcher halten, bog ſich zum Wagenſchlage heraus, und fragte:

„Sergeant, was giebt's denn da?“

„Mein Officier,“ erwiederte der Sergeant, und grußte ihn militäriſch, als er auf Heinrich's Bruſt das Ludwigs⸗Kreuz ſah,—„s ſind zwei betrun⸗ kene Matroſen, die ſich gegen ihren Vorgeſetzten vergangen haben.“

„Und dies geht nur ihren Vorgeſetzten etwas an, mein Herr,“ rief Thomas anmaßend und wandte ſich zum Grafen,—„und dieſer Vorge⸗ ſetzte bin ich, der Premier⸗Lieutenant der Fregatte Sylphide, und ſomit können Sie ſich Ihrer Wege ſcheren.“

„Nun denn, mein Herr,“ rief Heinrich läch⸗ elnd,„ſo werden Sie mir erlauben, daß ich dieſes Zuſammentreffens mich freue, da es mir die Be⸗ kanntſchaft meines Lieutenants verſchafft, der, wie ich ſehe, die Disciplin vollkommen verſteht. Mein Herr, ich bin der Commandant der Sylphide, Graf Heinrich von Vaudrey.“