— 34— ehrſame Geſtalt in Rembrandts Manier. Die Waͤnde des Zimmers waren kahl, aber reinlich. Der ſorgſam gewaſchene und geſcheuerte Fußboden war ſo weiß, wie Schnee, und im Hintergrunde des Zimmers ſtand ein altvateriſches, breites Bett, das einen Himmel und vier grau⸗ und rothzeuchene Vorhaͤnge hatte;z endlich hing noch uͤber einem gro⸗ ßen Kamine, auf dem ein Tiegel ſtand, ein armſe⸗ liges Portrait des ſeligen Herrn Thomas in Ka⸗ nonier⸗Meiſter⸗Uniform, und unter dieſem Gemaͤlde ein gerader und kurzer Degen, mit einem breiten, kupfernen Griffe, auf dem zwei Anker und die kö⸗ nigliche Krone eingeſtochen waren;— dies war der Degen des ſeligen Herrn.
Bald öffnete ſich die Hausthuͤr, Fußtritte hall⸗ ten von der Treppe her, und der Sohn des ſeligen Jvon Thomas trat keck herein.— Jean Thomas war ein Mann von ungefaͤhr dreißig Jahren, mitt⸗ ler Statur und breiten und hohen Schultern. Sein Geſicht hatte nichts Merkwurdiges, außer einem widrigen Zuſammenziehen der Augenbrauenz dieſe waren hell⸗blondz ſeine Augen grunlich⸗blau und ſein
Geſicht verkuͤndete durch ſeine Farbe ein ſanguini⸗ ſches und heftiges Temperament.
Als Lieutenant der Fregatte Sylphide war Jean Thomas gepudert, und als Marine⸗Officier trug e
blauen Rock, Weſte und Hoſen, à la Bourgund
galonirt, weiße Struͤmpfe und breite Schnallen auf
den Schuhen. 3


