Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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„Weißt Du was,“ rief Miran,„ich weiß auch, was ich zu thun und zu laſſen habe; aber an ſei⸗ ner Stelle wuͤrde ich eben ſo gehandelt haben, nicht etwa der Frau wegen, ſondern wegen jenes ver⸗ fluchten Spaßes, mich in Wind und Wetter nach Nevers zu jagen, während— Hoͤll' und Teufel,— man muß ſich uͤberall zu benehmen wiſſen.“

„Aber was ſchwatzt Ihr da!“ erwiederte St. Sauvetur.„Man hat ein Liebesverſtaͤndniß; trotz des Schweigens, das man dabei beobachtet, erfährt es der Mann und wird wild daruͤber; er todtet einen oder man tödtet ihn. So war's, ſo iſt's, und ſo wird's immer ſein. Man kann doch nicht gleich Moͤnch werden!“

„Sapperment!“ rief Miran,„ich ſuche ja auch Herrn von Cernan nicht auf Koſten Vaudrey's zu rechtfertigen.“

„Ich meinerſeits,“ verſetzte Monval,„bin ſtren⸗ ger, und behaupte, ſie haben Beide Unrecht.“

„Du biſt aber auch ein doppelter Cato!“ rief St. Sauveur.

Und ſo ſchwatzten die drei Freunde den ganzen Abend uͤber dieſen unerſchoͤpflichen Text, der eine Menge Anekdoten herbeifuͤhrte, bei deren Erzäh⸗ lung die Mitternacht ſie uberraſchte.