„Leben Sie wohl, mein Freund; ich preiſe Sie „von Herzen gluͤcklich, daß Sie unter dem Be⸗ „fehl des Grafen dienen können; was man auch „immer reden moöge, ich habe mit ihm von Ih⸗ „nen geſprochen und ihn Ihrem Vater vorge⸗ „ſtellt, gegen den er ſo zuvorkommend und ga⸗ „lant war, daß der alte General jetzt noch da⸗ „von bezaubert iſt, und ihn bei jeder Gelegen⸗ „heit als das Muſter eines aͤchten Edelmanns „anfuhrt. „Noch ein Mal, leben Sie recht wohl! „Ganz der Ihrige „Marquis von la Jaille.“
„Alle Teufel!“ rief Miran,„unſer zukunftiger Commandant benutzt ſeine Zeit nicht ſchlecht.“ „Aber das iſt doch ſonderbar!“ rief Monvalz „weil Herr von Vaudrey Herrn von Cernan erſt be⸗ ſchimpft und dann, ohne Vertheidigung, vor fuͤnf Zeugen erſchoſſen hat, iſt er hinlanglich entſchul⸗ digt und entſchuldigungswerth, während er doch, hätte er ihn ohne Zeugen ermordet, fuͤr einen Meu⸗ chelmoͤrder gegolten haben wurde. Und doch bleibt ſich die Thatſache gleich.“ „Ohne Zweifel,“ erwiederte St. Sauveur.„Aber, mein Theuerſter, wir leben auch unter Gebildeten, und nicht unter Wilden.“ N „Sonach,“ fuhr Monval fort,„hat Herr von Cernan die Sache ſehr ernſtlich genommen.“


