„erzaͤhlt, damit Sie den Geruͤchten, die die Bos⸗ „heit verbreiten duͤrfte, keinen Glauben beimeſ⸗ „ſen. Sie ſehen ſelbſt, es iſt unmoͤglich, ſich „ehrenvoller, zarter und rechtlicher, als Heinrich, „zu benehmen, und doch haben Haß und Neid „bereits Verſuche gemacht, einen ſo trefflichen „Charakter in ein ſchlechtes Licht zu ſetzen; doch „dieſe elenden Bemuͤhungen ſind, zur Beſchaͤ⸗ „mung ihrer boshaften Urheber, geſcheitert. Denn „ich begreife nicht, wie das Geruͤcht nur einen „Augenblick hat entſtehen koͤnnen, als ſei der „Graf gefährlich verwundet; da erkundigten ſich „Hof und Stadt nach ſeinem Befinden, und es „war faſt ein wahres Feſt, als es bekannt ward, „daß fuͤr ſein Leben nichts zu fuͤrchten ſei. Er „hat geſtern die Befehle des Miniſters und Sr. „Majeſtaͤt erhalten. Der Koͤnig hat ihn mit „den freilich etwas harten Worten entlaſſen: „„Gegen Frankreichs Feinde, mein Herr, ſollen „Sie Ihren Muth beweiſen, und laſſen Sie „Uns bald eine von jenen hohen Waffenthaten
„hoͤren, an die Sie Uns gewoͤhnt haben. Nur „dadurch allein koͤnnen Sie Ihre ungluͤckliche „Geſchichte bei Uns in Vergeſſenheit bringen und „Unſre Huld wieder erlangen.“ Dieſer Ver⸗ „weis darf Sie nicht wundern. Der Koͤnig ubt „eine ſo ſtrenge Lebensweiſe, daß Vaudrey's „Benehmen ihm ſchimpflicher erſcheinen mußte, „als es wirklich iſt.


