Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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wuͤrdigen Freundes, des Grafen Heinrich von Vaudrey, auslegen werden. Doch zur Sache.

Ich habe Ihnen in meinem vorigen Briefe den hochſt originellen Spaß erzaͤhlt, den ſich Heinrich mit jener ſpaniſchen Herzogin machte; ſeine Mummerei, ſeinen Aufenthalt in einem einſamen Thurme; ſeinen Scherz, der, anfangs ſo unſchuldig, ein ſehr trauriges Ende genom⸗ men hat, zur größten Betrubniß meines Freun⸗ des, wie ich Sie verſichern kann.

Aber, wer Teufel haͤtte denn auch gedacht, daß es in unſern Tagen eine Frau ſo weit treiben und kindiſch genug ſein koͤnnte, vor Liebe zu ſterben, was allerdings wohl ein Un⸗ gluͤck ſein mag, aber das doch Heinrich, wie Sie mir ſelbſt zugeſtehen werden, unmoͤglich vorherſehen konnte?

Wie Sie leicht denken koͤnnen, hat dieſes Abenteuer den Grafen von Vaudrey mehr als je auf's Tapet gebracht, und unter der Anzahl der Damen, die ihn in Beſchlag genommen haben, will ich nur die Frau Baronin von Cer⸗ nan nennen, die Sie wahrſcheinlich bei der Prin⸗ eſſin von Lothringen geſehen haben, von der ſie ſeit einigen Monaten noch nicht weggekommen iſt.

Donnerwetter, die kenne ich auch! rief Monval, ein ſchoͤnes Weib, aber erſtaunlich kokett, habe ich mir ſagen laſſen. Ach! Die alſo auch? Ei ei ei, wenn ich das gewußt hatte!

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