ſchnallte das wildlederne Gehänge ab, warf ſeinen Degen auf einen Tiſch, fuhr in den Schlafrock, ſtreckte ſich gemächlich auf ein Kanapee, und ſagte endlich zu ſeinen beiden Freunden, die mit heftiger Neugier den Zweck dieſer ſeiner gravitätiſchen Vor⸗ bereitung erwarteten:
„Meine Freunde, ich habe Briefe aus Paris, und unter andern einen vom Marquis von la Jaille, dem vertrauten Freunde unſers zukuͤnftigen Commandanten.“
„Das iſt herrlich, lies ihn vor.“ „Ja, ich glaube es, daß das herrlich iſt, denn
es handelt ſich hier um eines der merkwuͤrdigſten
Abenteugr; es iſt ein leibhafter Roman, der in der baldigen Ankunft des Grafen von Vaudrey ſeine Aufloͤſung finden ſoll.“ „Aber ſo lies doch, verdammter Schwaͤtzer,“ riefen die Freunde. „Nun, wohlan, ſo hoͤrt, was la Jaille ſchreibt: „Sie beklagen ſich gewoͤhnlich, daß meine „Briefe zu kurz ſind, mein Freund; dieſer, hoffe „ich, wird mir einen ſolchen Vorwurf nicht zu⸗ „iehen; ich werde ausfuhrlich ſein, denn ich „ſpreche von einem meiner innigſten Freunde, „unter deſſen Commando auch Sie bald ſtehen „werden, und habe deshalb keine Begebenheit „ubergehen wollen, die, wie ich feſt uͤberzeugt „bin, der Neid und die Verleumdung mit aller „Macht zum Nachtheil meines vortrefflichen und


