Denn in Folge eines ſonderbaren pſychologi⸗ ſchen Phänomens verſchwand jenes fluͤchtige Feuer, dem Sulpizius ſeine Beredſamkeit verdankt hatte, ſobald er ſeinen Zweck erreicht ſah.
Ja, es war eine jener ploͤtzlichen und unbe⸗ greiflichen Enthuͤllungen des Geiſtes, der Seele oder des Gottes, die in uns wohnen, und uns als ein untruͤgliches Mittel zur Erreichung des Zwecks das offenbare Gegentheil und den ſchroffſten Con⸗ traſt des gewoͤhnlichen Charakters und der gewoͤhn⸗ lichen Handlungsweiſe zeigen.
Dieſer hoͤhere und verborgene Einfluß iſt ge⸗ waltig genug, dem Menſchen nicht nur den Ge⸗ danken, ſondern auch Kraft und Macht zu Errei⸗ chung ſeiner Zwecke zu verleihen; doch, ſobald der Wunſch erfullt iſt, nimmt die Kraft ab, verſchwin⸗ det und wird faſt zum Traume, ſelbſt fur den, der ihre Wirkung innig und deutlich gefuͤhlt hat. Wenn man in dieſes Geheimniß eindringen, und die Quelle ſolcher Gedanken aufſuchen wollte, wuͤrde man ſich in das Labyrinth der verwickelten Metaphyſik verirren. Genug ſei es, wenn wir ſa⸗ gen, daß der gute Sulpizius nach jener Scene wie⸗ der ruhig, duldſam und kalt wurde, wie er es im⸗ mer geweſen warz daß Rumphius, jenes druͤcken⸗ den Geheimniſſes entledigt, wieder zu traͤumen an⸗ fing, zu belfern und zu zanken, wie gewoͤhnlich, und daß das regelmaͤßige Leben der beiden Bruͤder nur durch die Vorbereitungen zur Reiſe, die Sul⸗


