Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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Ob er einwilligen wird, Bruder? Du zwei⸗ felſt daran? Da thuſt Du dieſem Herrn Unrecht. Ach, ich verſpreche es Dir, er wird gewiß einwilli⸗ gen, wenn ich zu ihm ſpreche: Herr Graf, mein Bruder kann ſich nicht weiter von mir entfernen, als man mit den Haͤnden greifen und mit den Augen ſehen kann. Während mein Bruder denkt, handle ich fuͤr ihn. Er iſt ein fuͤr das Land ſehr ſchätzbarer Gelehrter, Herr Graf, und um ſich den Wiſſenſchaften, die ihn rufen, mit ganzer Seele widmen zu können, muß ſein Leben von jenen kleinlichen Sorgen, die ihn in ſeinen Arbeiten ſtoͤ ren wuͤrden, frei ſein, und wer wuͤrde dann beſſer als ich dieſe Pflicht bei ihm erfullen koͤnnen, wer wuͤrde es wagen, mir dieſes Amt ſtreitig zu ma⸗ chen? Kurz, Herr Graf, ich verlange, bei mei⸗ nem Bruder zu ſein, das iſt Alles; auf dem naͤm⸗ lichen Schiffe mit ihm. Sie koͤnnen mich mit ih⸗ ren Matroſen in gleichen Stand ſtellen, Sie kön⸗ nen mich behandeln, wie Jene, nur will ich, Herr Graf, bei meinem Bruder ſein, und das können und werden Sie mir nicht abſchlagen.

Nun, ſo magſt Du es ſelbſt ubernehmen, ihn zu fragen, Sulpizius, antwortete Rumphius.Ich wenigſtens menge mich nicht darin.

O, laß mich nur ſorgen, Bruder, mein Wunſch war ja nur Deine Genehmigung, erwiederte Sul⸗ pizius, und ward, glucklich uͤber die Einwilligung des Aſtronomen, wieder unterthaͤnig und ehrerbietig.