Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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nen, und ſprach zum erſten Male in ſeinem Leben mit einer Feſtigkeit, die man von einem ſtets ſo 3 furchtſamen und unterwuͤrfigen Menſchen kaum erwarten konnte:

Du magſt es nun wollen oder nicht, Bruder, aber gehſt Du nach Indien, ſo werde ich Dir da⸗ hin folgen.

Welche Thorheit! rief der Aſtronom.

Das iſt keine Thorheit zu nennen, Bruder, und Sulpizius Stimme ward faſt drohend.Es iſt keine Thorheit; es iſt ein Recht, das ich mir durch zwanzigjahrige Liebe erworben habe; es iſt ein Recht, das ich auch erlangt habe, als ich un⸗ ſerm Vater auf dem Todtenbette verſprach, Dich nicht zu verlaſſen; und ich bin entſchloſſen, dieſes Recht zu gebrauchen; hoͤrſt Du es, Bruder?

Rumphius ſchwieg, denn er konnte den durch⸗ bohrenden Blick, der ein inneres Feuer verrieth, nicht ertragen. Sulpizius fuhr hierauf mit ſtei⸗ gender Heftigkeit fort:

Wie, mein Bruder, Du konnteſt glauben, ich koͤnnte Dich mitten unter Tauſenden von Gefah ren wiſſen, und hier bleiben, und leere Gebete Dich plappern? Du konnteſt glauben, weil Dich hier in dieſer Einſamkeit keine Entſagung, keine Unvorſichtigkeit auf's Krankenbette wirft oder Dich in Deinen Arbeiten ſtort, deshalb konnteſt Du glauben, wuͤrde ich Dich allein ziehen laſſen auf einem Schiffe, fremde Länder zu durchirren, Dich