Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
Einzelbild herunterladen

phius mit dem Blicke der verzweifelten Entſchloſ⸗ ſenheit:der Graf von Vaudrey hat mir vorge⸗ ſchlagen, ihn nach Indien zu begleiten; ich habe es angenommen, und in acht Tagen will ich in Breſt wieder bei ihm eintreffen, und mit ihm ab⸗ ſegeln.

Bei dieſer ſo unerwarteten, ſo ſchrecklichen Nachricht ſtockte das Blut in Sulpizius Adern; er ward blaß wie der Tod, zitterte, und mit thränen⸗ feuchten Augen, mit dem Ausdrucke des wildeſten Schmerzes rief er aus:

Ahreiſen willſt Du? Mein Gott, abreiſen! Mein Gott! und ich, Bruder?

Hiermit warf er ſich Rumphius zu Fuͤßen,

und preßte deſſen Haͤnde in die ſeinigen.

Du? Nun Du, murmelte Rumphius,Du wirſt hier meiner harren; Du haſt jetzt ja ſchon vierzehn Tage auf mich gewartet, und biſt nicht umgekommen

Ach, das iſt unmoͤglich! Das iſt unmoͤglich! Allein willſt Du reiſen? Das iſt nicht moͤglich! rief Sulpizius, und rang die Haͤnde.

Das iſt moͤglich, denn es wird ſo ſein, und wird ſo ſein, weil ich Dir es befehlen werde! Kurz, ich brauche Dich nicht, rief Rumphius mit einem Tone, der hart klingen ſollte, den aber ſeine Ruͤh⸗ rung Luͤgen ſtrafte.

Bei dieſen harten Worten ſtand Sulpizius wuͤrdevoll auf, edel und ruhig, trocknete ſeine Thra⸗