Teil eines Werkes 
67.-70. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 5.-8. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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war! Und dennoch ertrug ich es ſo gern, weil dieſe Reiſe Dir Freude machte, mein Bruder; doch, ver⸗ zeih' mir meinen Egoismus, es that mir wider Willen wehe. Ach! wahrhaftig, Bruder, Du mußt mir verzeihen; denn ich habe viel gelitten, weil Du fern warſt, und ich wuͤrde laͤngſt zu Dir gekommen ſein, wenn Du mir nicht befohlen hätteſt, hier zu bleiben, ganz allein.

Nach dieſen Worten fuͤllten ſich die Augen des armen, guten Geſchöpfs noch mit Thraͤnen, bei der bloßen Erinnerung an die langen, reizloſen Tage, die er verlebt hatte.

Mein guter Sulpizius! rief Rumphius ge⸗ ruͤhrt. Denn ſelbſt fur eine durch Zerſtreuung vertrocknete Seele, wie die des Rumphius, war dieſe Lage peinlich.

Der Aſtronom hatte dem Grafen verſprochen, mit ihm nach Indien zu reiſenz aber fuͤr nichts auf der Welt hätte er ein Opfer, wie dieſe Reiſe war, gebracht. Dennoch fand er ſich, trotz ſeines Egoismus und ſeiner philoſophiſchen Verachtung der beſchraͤnkten Natur des Sulpizius, innig ge⸗ ruͤhrt, als er, im Begriff, jenem ſo elenden und tiefgeſtellten Weſen dies anzuvertrauen, ſah, daß er dennoch uͤber all' ſein Wiſſen und Erkennen herrſchte.

Und dieſe Furcht war ſehr naturlich, denn nie⸗ mals wird das Wiſſen eines Newton, der Geiſt eines Bonaparte, die Macht eines Ludwig X