Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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Ding, aber ein koͤſtliches Mahl und die Liebe ſind zwei ſchoͤne Dinge.

Darauf ſpeiſten ſie, und mit Erroͤthen muß ich's geſtehen, ſie aßen tuͤchtig. Auch darf ich nicht verſchweigen, daß durch jene verwuͤnſchte Ober⸗ gewalt der Natur uͤber das Gefuͤhl ihre Augen immer funkelnder, ihre Wangen immer roſiger wurden, Caͤciliens Lippen in dunklerm Karmin brannten, und ihre Perlenzaͤhne in der Farbe der Lilien glaͤnzten.

Da wich der leiſe Anklang ſuͤßer Schwermuth, der anfangs die Herzen feſſelte, vor einem unge⸗ zwungenen Lächeln der Liebe, bis endlich eine Spiel⸗ uhr in harmoniſchen Toͤnen die Mitternacht ver⸗ kuͤndete, und Heinrich ausrief:Schon Mitternacht, Caͤcilie!

Kaum war dies Wort uͤber ſeine Lippen, da ſchloſſen ſich hinter ihnen die Doppelthuͤren des Kabinets, und leer und oͤde war es im Speiſeſaal.

Dritte Scene.

Faſt zur naͤmlichen Stunde und in derſelben Nacht ereignete ſich eine andere Scene in Nevers in einem Zimmer des Herrn von St. Cyr.

Herr von St. Eyr war 30 Jahre alt; er hatte blondes Haar, lebensfriſche Farbe und einen ele⸗ ganten Wuchs; ſchoͤn, ſehr ſchoͤn waren ſeine