Der Kutſcher ſchwang die Peitſche; der Fiaker rollte dahin, und Perez konnte noch folgende Worte Heinrich's vernehmen:„Beruhige Dich, ſuͤßer En⸗ gel, beruhige Dich, Caͤcilie, es war ein Betrun⸗ kener, der ſich verſpätet hat.“
Zweite Scene der nämlichen Nacht.
Das Kabinet einer petite maison im St. Marcell⸗ Gäßchen.
Eine verborgene Ampel ergoß von der Hoͤhe der gewoͤlbten Decke ein geheimnißvolles Licht uͤber das koſtbare Zimmer. Hell und lodernd kniſterte in dem granitenen, mit Goldſimſen verzierten Kamine ein großes Feuer. Die eng verſchloſſenen Fenſter waren mit dichten Atlasvorhängen verhuͤllt. Die Luft war geſchwaͤngert mit den Wohlgeruͤchen der Blumen, die in einem anſtoßenden Gartenhauſe ſtanden. Die Waͤnde des Kabinets waren mit weißem, blau⸗ und ſilberblumigen Sammt ausge⸗ ſchlagen. Das Heulen des Unwetters drang durch die doppelten Fenſter und dichten Vorhaͤnge nur ſchwach und wie aus weiter Ferne herein.
Das heulende Rauſchen erhoͤhte durch ſeinen
Contraſt die Harmonie dieſer Scene des Entzuk⸗
kens; denn, wie man ſagt und ich auch gern glaube, es iſt ein unausſprechlicher Genuß, draußen den
—FÜGHᷓ,kã,———


