Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Perez blieb ſtehen.

Laß mich ein wenig mich ſammeln, Perez, ſprach ſie,lehne mich an dieſe Mauerz denn ich fuͤhle mich ſchwach, ſehr ſchwach. Der Fall war mir ſehr ſchmerzhaft, meine Haͤnde triefen von Blut und der Kopf auch ach, ich glaubte,

niemals wieder aufſtehen zu koͤnnen. Doch

wohlan, Perez, Muth! Du ſiehſt, die Hoͤlle

ſelbſt ſteht mir bei, und das Unwetter iſt uns guͤn⸗ ſtig; wohlan, Perez! Hoffnung, Muth! ich ſagte Dir es wohl, daß noch nichts ganz verloren

Und in dieſer feſten Ueberzeugung fand das un⸗ gluͤckliche Weib alle ihre Kraͤfte, alle ihre Geiſtes⸗ gegenwart wieder, und ſchritt nunmehr feſten Trit⸗ tes fort, geſtuͤtzt auf Perez's Arm, zerquetſcht, be⸗ ſchmutzt, triefend von Waſſer und Blut, und er⸗ reichte ſo unter dem Geleite ihres Stallmeiſters die Straße der Vorſtadt St. Antoine; denn Perez hatte aus Vorſicht keinen Wagen in die Naͤhe des Spitalgaͤßchens bringen wollen, um nicht Verdacht zu erregen. Er hoffte, einen Wagen in der Vor⸗ ſtadt St. Antoine zu finden, wo man deren ge⸗ woͤhnlich traf, da in dieſem Viertel petites-maisons großer Herren lagen; denn klug genug bediente man ſich damals der Fiaker, um ſich in jene ge⸗ heimnißvollen Stätten zu begeben, indem man in ſo prunkloſen Wagen, auf welche Niemand achtete, das Incognito beſſer bewahren konnte.

Schon gaben Perez und die Herzogin die Hoff⸗