ich ſehe nichts!—“ Das war ein ſchrecklicher Au⸗
genblick.—
Da fiel ein Strahl der Hoffnung in Perez's Seele. Ein Stein glitt neben ihm nieder, die Lei— ter ward längs der Mauer zuruͤckgezogen und wie⸗ der ſtraff.
Er nahm ſeine vorige Stellung wieder ein.
Fuͤnf Minuten darauf erſchien Rita in Manns⸗ kleidern auf dem ſchwindlich hohen Forſt der Mauer, und ſtieg vorſichtig herab.
Bald war die Herzogin frei, und Perez lag ihr zu Fuͤßen und kuͤßte ihre Haͤnde; doch ſprechen konnte er nicht, ſein Herz war zu voll.
„Perez, Perez!“ rief Rita,„Du gute, treue Seele, wie ſoll ich Dir jemals vergelten—“
Da ward ſie ſchwach, wankte und ſank ohn⸗ maͤchtig nieder.—
Der Regen ſtroͤmte noch immer, der Wind verdoppelte ſeine Heftigkeit. Perez befand ſich in einer peinlichen Angſt; denn wie leicht konnte ihn nicht eine Polizei⸗Patrouille uͤberraſchen! Deshalb wandte er alle Mittel an, Rita wieder zum Be⸗ wußtſein zu bringen. Da ihm dies nicht gelang, entſchloß er ſich, ſie fortzutragen, nahm ſie auf ſeine Arme, und ging ſo einige Schritte.
Bald brachte die Kaͤlte der durchnaͤßten Kleider und der ihr in's Geſicht ſchlagende Regen die Her⸗ zogin zu ſich. Sie oͤffnete die Augen und fragte Perez:„Wo bin ich?“
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