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die kahlen Zweige einiger Bäume, deren Wipfel die Mauer uͤberragten, morſch zuſammen. Da fiel ein zweiter Stein, und Perez ergriff mit ſtarkem Arm das Ende der Strickleiter, und ſtaͤmmte ſich kraftig, denn bald bemerkte er an der plotzlichen Anſpannung des Seils, daß der Gefangene jenſeit der Mauer bereits darauf geſtiegen war; wenige Minuten dauerte dieſes Aufſteigen, als auf einmal eine heftige Erſchuͤtterung der Leiter Perez in To⸗ desſchreck verſetzte, und während er hierauf immer noch mit aller Kraft das Ende derſelben feſthielt, gab das Seil auf einmal nach und glitt groͤßten⸗ theils in ſeine Haͤnde. Perez ſtieß einen Schrei, des Entſetzens aus.
Seinen Schrecken kann man ſich leicht den⸗ ken; denn er glaubte, daß in dem Augenblicke, wo das Seil ſo plotzlich ſchlaff geworden war, Rita,. zu ſchwach, um den Forſt der Mauer zu erreichen, gefallen waͤre, ſich vielleicht beſchädigt, vielleicht gar todt gefallen habe. Fuͤrchterlich mußte hierbei die ihr ſo treue Seele leiden. Zitternd vor Schrecken druͤckte er ſein Ohr an die Mauer, die ihn von Rita trennte. In Todesangſt kruͤmmte er ſich, † und ſuchte durch die ſtummen, fuͤhlloſen Steine den Huͤlferuf der unglucklichen Herzogin zu verneh⸗ men, wobei der Gedanke ihn peinigte:„Dort iſt ſie, auf dem nämlichen Boden, auf der naͤmlichen Flaͤche, wie ich, hinter dieſer Mauer, die kaum ſo ſtark wie mein Arm iſt, und ich hoͤre nichts! und


