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Darauf ſtand Cäcilie auf, ſetzte ſich ſchnell an ihr Klavier und fing an, eine neue Romanze des Herrn von Laborde zu ſingen, jenes beruͤhmte: Lu⸗ bin und Lubine oder der tyranniſche Schaͤfer.
Schon nach wenigen Accorden ſchlug Caͤcilie zornig das Klavier zu, denn ſie konnte nicht ſin⸗ gen. Ihre Stimme zitterte, und ihre Finger irr⸗ ten unſtaͤt auf den Taſten umher. Jene Romanze zerriß ſie, trat ſie mit Fuͤßen, zerſtampfte ſie, ſchlug mit ihren niedlichen Fäuſtchen auf's Klavier, und barg mit dem Ausrufe:„O, mein Gott, wie un⸗ gluͤcklich bin ich!“ ihr Geſicht in den Pfuͤhlen des Sopha's.
Fuͤnf Minuten nachher lachte Caͤcilie wieder aus vollem Halſe, und hielt auf ihren Knien ihre wundernette Zerbine, den Spitz mit ſeinen langen, ſilberglaͤnzenden, glatten, parfuͤmirten Seidenhaaren.
Mit Huͤlfe eines rothen Bandes ſchmuͤckte die Frau von Cernan ihre Zerbine, und obgleich Zer⸗ bine ſonſt ſehr eigenſinniger und tolpiſcher Art war, ſo ließ ſie es ſich doch ganz ruhig gefallen, als Cä⸗ cilie ſich erzuͤrnte, und mit ihrer kleinen Sammet⸗ hand die arme Zerbine maulſchellirte, ſie von ſich ſtieß, und ſich an den Tiſch ſetzte, auf welchem die Paſtellfarben ſtanden.
Damit war es freilich eine andere Sache.— Ich weiß nicht, welche Zuge unter den Farbenſtif⸗ ten Cäciliens erſchienen, aber nach einigen, wahr⸗ ſcheinlich fruchtloſen, Verſuchen flog der Carton


