Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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paniſche Vaſen von gruͤnem und goldenem Porzel⸗ lan, voll von friſchen, duftigen Blumen; japaniſche Glaſuren, roth und ſchwarz; japaniſche Carricaturen, ſo abſcheulich und brennend bunt gemalt, wie man ſie ſich nur vorſtellen kann. Ferner ſtanden da auf einem porphyrenen Kamine etliche chineſiſche Vaſen von buntem Glaſe, wovon das Paar gegen hundert Louisd'or koſtete. Dieſen Schmuck des koſtbaren Gemachs erhoͤhten noch die nutzlicheren Gegenſtaͤnde, nämlich ein praͤchtiges Klavier von Marchand, eine Harfe von Legris, die damals fuͤr eine Seltenheit galt, und auf einem kleinen, alter⸗ thuͤmlichen Tiſchchen eine Schachtel mit Paſtellfar⸗ ben und weißem, aufgeſpannten Velinpapier.

Die Gottheit dieſes Tempels lag nachlaͤſſig auf ein großes, tiefes, rundes Kanapee hingeſtreckt.— Es wär die Baronin von Cernan⸗

Niemals hatte ihr anmuthiges, gewandtes und launiſches Geſicht einen eigenſinnigern und bos⸗ haftern Ausdruck gezeigt. Alle Nerven dieſes em⸗ yfindſamen Weibes waren gereizt und geſpannt.

Ihr einfaches, weißes Kleid und ihr kunſtloſer Kopfpuz ſtand ihr vortrefflich,

Sie las in einem kleinen, in rothem Maro⸗ quin gebundenen, ſtark mit Gold verzierten Buche.

Nach fuͤnf Minuten warf ſie das Buch weg. Es war„das Sopha“ des juͤngern Herrn von

Crebillon.