Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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erfreuen, mehr Macht haben werden, als mein Ver⸗ fahren. Im Spital wirſt Du Dich ſchon ent⸗ ſchließen, mein Kind.“

„In's Spital! Sie! Sie! O mein Gott, das iſt ſchrecklich!“ rief Perez und weinte.

„Schweig! Iſt ſie was Beſſeres, als die An⸗

dern ihres Gelichters? Sie wird Handeiſen tra⸗ gen muͤſſen, und, nicht wahr, dann wird man ſie

nicht mehr für eine Fuͤrſtin halten?— Friſch, bindet ihr die Haͤnde, wie ihrem Mitſchuldigen;

. ſeht aber dabei auf Eure Taſchen; denn ſie iſt

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eine verwegene Diebin.“

„Mich anzuruhren wirſt Du nicht wagen,“ rief Rita, und trat mit ſo viel Wuͤrde und Hoheit vor den Polizeidiener, daß er fuͤr den Augenblick ganz verdutzt war.

Als er ſich aber wieder ſammelte, ſpottete er: „Wahrhaftig, die ſpielt die Furſtin gar nicht uͤbel!— Doch, macht fort, und bindet ſie!“

Zwei Soldaten naäherten ſich.

Da warf ſich Perez nieder auf die Knie, und ſchluchzte:„O, edle Frau, um Gottes Barmherzig⸗ keit willen, widerſetzen Sie ſich nicht!“

Todtenbleich ward Rita, ſtreckte die Haͤnde den Feſſeln entgegen, und murmelte nur mit tiefer, ſchmerzlicher Stimme:„O Heinrich! Heinrich!“

„Aber, weſſen klagt man uns denn an?“ fragte Perez.

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