Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
Einzelbild herunterladen

——

„O, Wechsler— ein Wechsler iſt viel. Wahr⸗ haftig, ein herrlicher Wechſel! Ihre Papiere?“

„Ich habe keine, ich habe ſie verloren.“

„Das kann ich nicht glauben,“ ſprach er, und wandte ſich ſodann zu Rita:

„Sie aber, meine Schoͤne, ziehen Sie doch Ihre Haͤnde weg, und verbergen Sie nicht Ihr ſchoͤnes Geſicht. Wohlan, Ihr Name?— Nun, ſo reden Sie doch,“ fuhr barſch der Polizeimann fort, ſtand halb auf, und wollte die Haͤnde der Herzogin, die ihr Antlitz immer noch verbarg, weg⸗ reißen.

„Elender! Bei Gott im Himmel! Ruͤhre ſie nicht an! horſt Du?“ ſchrie Perez, und fiel uber den Commiſſair her..

„Faßt ihn, und bindet ihm die Hände,“ gebot dieſer ſeinen Leuten mit kalter Haͤrte.

Perez ward gebunden.

Darauf wandte ſich der ſchwarze Mann wieder zu Rita, und ſprach:„Du aber, Du Schoͤne, kannſt uns nun Dein Geſicht leicht ſehen laſſen; denn, bei Gott, das brauchſt Du nicht zu verbergen; da⸗ ran iſt eben nichts Schoͤnes. Wohlan, Dein Name? Dein Stand?“

——

—

Rita ward purpurroth; ihre Augen ſpruͤhten

Blitze; doch kein Wort ging uͤber ihre Lippen. „Du ſchweigſt immer noch? Das iſt herrlich;

wir wollen doch ſehen, ob die Diaͤt zu St. Laza⸗

rus und die Zuchtmittel, deren Starrkoͤpfe ſich dort