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fen. In Wahrheit findet man beim erſten An⸗ blick einen unſeligen Reiz in dieſem, wie man wähnt, mit Gott ſelbſt unternommenen Streite; denn die Empoͤrung des abtruͤnnigen Engels hat allerdings eine wilde Poeſie in ſich. Es erfordert beſonders Kuͤhnheit, die Goͤtter zu laͤſtern, wenn Jupiter mit Donnerſchlaͤgen antwortet; man muß ein Atheiſt ſein wie Ajar, oder den Kampf gar nicht beginnen.
Allein, betrachtet man jenen Atheismus des 18ten Jahrhunderts, der immerhin ſeine gewaltige Stimme erheben mochte, ohne daß Gott ſie hoͤrte, ſo erregt derſelbe Ekel und Mitleid, weil er ver⸗ nunftlos iſt und ſelbſt feig, denn ſeine Bekenner glaubten an ein Nichts jenſeits des Todes und hat⸗ ten, waͤhrend ihres Lebens, ſelbſt die Baſtille nicht mehr zu fuͤrchten.
So dauerte Rita's Unglaͤubigkeit, da die Gott⸗ heit den ihr von Rita angebotenen Kampf nicht einging, auch nur kurze Zeit; ihr folgte die Gleich⸗ gultigkeit, und ſonach fuͤhlte nun die Herzogin von Almeda weder Liebe noch Haß gegen den Himmel.
Ich verweile deshalb ſo lange auf dieſer Um⸗ geſtaltung in Rita's Leben, weil von dieſem Au⸗ genblicke an ihr Daſein ein ganz anderes ward.
Weil dieſe ſo lebendige und ſo leidenſchaftlich auf⸗ geregte Einbildungskraft, die bisher in den Vorſtel⸗ lungen des Unendlichen und des Ewigen, welche dem gluͤhenden Herzen eine unermeßliche Laufbahn


