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Nun wollte ſie, als fuͤhlte ſie durch einen un⸗ bewußten Trieb die Groͤße deſſen, was ſie verlor, zu ihrem erſten Glauben ſich wieder fluͤchten.... allein es war nicht mehr Zeit... der herzloſe und rohe Geiſt der Kluͤgelei hatte mit ſeinem ausdoͤr⸗ renden Peſthauche jene entzuͤckenden Gebilde von Azur und Licht verwelkt... die Schaaren der En⸗ gel, mit flammenden Fluͤgeln, und Lieder ſingend ohne Ende.. Alles war dahingeſchwunden. Und das iſt leicht zu begreifen: der Mann mit maͤchti⸗ gem Geiſt oder bewahrtem Glauben kann ſiegreich käͤmpfen und ſogar den Gegnern ſeine heilige Ue⸗ berzeugung aufdringen, wenn er ſie mit ſich hin⸗ wegfuͤhrt in ſeine Sphäre durch den Zauber einer hinreißenden Beredſamkeit; allein Rita, deren leben⸗ diger und heißer Geiſt ohne Tiefe war, Rita, die,
wie ich geſagt, vielleicht eben ſo an die Poeſie der Religion glaubte, wie an dieſe ſelbſt, vermochte ihre Angreifer nicht zu bekaͤmpfen.
Sie ward es endlich muͤde, in jenen Streite⸗ reien unaufhoͤrlich Unrecht zu bekommen; ihre Ei⸗ genliebe ward dadurch gereizt, daß ſie immerfort verfaͤngliche Vernunftſchluͤſſe ihren ungeordneten Gruͤnden entgegengeſetzt ſah; ſie zweifelte zuletzt an ſich ſelbſt und an ihrem Glauben. Vom Zweifeln bis zur Unglaͤubigkeit iſt aber nur ein Schritt; Rita that ihn, und wurde zum Freigeiſte.
Der Unglaube mußte anfangs ein ſo aufgereg⸗ tes inneres Weſen, wie das Rita's, lebhaft ergrei⸗


