feſte Gedanken hegt, waͤhrend Du die ſanfte Schuͤck⸗ ternheit eines Weibes zeigſt; ich, die Deinen Ge⸗ wiſſenskummer, Deine kindlichen Schrecken hätte beſiegen ſollen, um Dir zu beweiſen, daß es auch hier unten ein Gluͤck giebt!— Nun wohlan, Hein⸗ rich; vielleicht iſt es gerade dieſer ſchroffe Gegenſatz zwiſchen uns Beiden, der die Heftigkeit meiner Liebe noch vermehrt; dieſer, der einzigen Liebe, welche ich je empfunden; dieſer Liebe, die mich ſo ſtolz er⸗ hebt, mich die Huldigungen der Menſchen fuͤr im⸗ mer verachten laͤßt; wenn ich dennoch ein unaus⸗ ſprechliches Gluͤck fuͤhle, hier zu ſein, unterthaͤnig, als Sklavin zu Deinen Fuͤßen, auf ein einziges Wort der Liebe aus Deinem Munde harrend, es von Dir erbittend aus Gnade und Barmherzig⸗ eit
Und die Herzogin ſank allmaͤlig zu Heinrichs Fuͤßen, faltete zitternd ihre ſchoͤnen Haͤnde und blickte anbetend zu ihm hinauf.
In dieſem Augenblicke ergoß ſich ein hinrei⸗ ßender Ausdruck von Schwermuth und Luſt uber Heinrichs Geſicht; ſeine Augen waren thränenfeucht, und den Kopf neigend, lehnte er auf Rita's Stirn die ſeinige.
Man hatte jetzt behaupten koͤnnen, daß der warme und liebegluhende Hauch dieſer leidenſchaft⸗ lichen Frau plotzlich den bloͤden Knaben beſeelte,
und daß er aus den Spen der Spanierin das


