Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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an die kleinen, mit Blei eingefaßten Fenſterſchei⸗ ben dieſes Thurmes, oder es ſtreifte wohl der Eis⸗ vogel an das Marienglas derſelben, wenn er Moos⸗ ſtuͤckchen und Seegras in die Hoͤhlungen des Ge⸗ maͤuers trug, wie er ſie fuͤr den Winter einſam⸗ melt.

Auch ſah man nach langen Zwiſchenräumen, mitten durch die ſonderbar geſtalteten Zacken der dunkeln Felſen, ein weißes und von der Sonne vergoldetes Segel blitzen, vorbeiwehen, dann ver⸗ ſchwinden, gleich jenen Erſcheinungen der Liebe und Jugend, welche zuweilen in ein verbluͤhtes und vor der Zeit gealtertes Herz ſchimmern.

Allein dieſe tiefe Grabesſtille wirb plötzlich un⸗ terbrochen; eilige Tritte hallen auf der Wendel⸗ treppe wieder, welche nach den obern Stockwerken fuͤhrt; die Thuͤr des großen Saales wird heftig aufgeriſſen, ein Mann tritt mit den Worten ein: das iſt ſie und eilt, ſich in den Lehnſtuhl zu werfen.

Dieſer Mann ſchien hoͤchſtens 25 Jahre zu zaͤhlen; ſeine ungepuderten Haare, lang und kaſta⸗ nienbraun, fielen, ſtatt nach der damaligen Mode nach hinten gezwungen zu ſein, auf ſeine Schul⸗ tern herab. Seine Stirn war weiß und erhaben, ſeine Augen groß und geiſtvoll, ſeine Naſe fein ge⸗ formt und gerade, ſeine Lippen ſchmal, und das runde Kinn war ſo friſch und warm, ſeine Geſichts⸗