farbe ſo zart, daß ihn viele Frauen um dies ſchoͤne Antlitz beneidet haͤtten.
Vielleicht wuͤrden einige kleine Zuͤge um die Augenwinkel einen offenen und frohen Charakter verkuͤndet haben, hätten nicht die tiefen Falten, die plotzlich die Stirn des jungen Mannes durchkreuz⸗ ten, ſeinem lieblichen Antlitz einen leidenden und kummervollen Ausdruck verliehen.
Sein einfacher Anzug von dunkler Farbe ließ ſeinen herrlichen Wuchs bemerken; doch näherte ſich die Kleidung, dem ſtrengen Schnitte nach, der eines Geiſtlichen. Er ſtuͤtzte ſeinen Kopf auf eine Handz ſein Geſicht ward immer bleicher; er begann ganz andaͤchtig und aufmerkſam in einem unge⸗ heuren Quartbande mit Schließhaken von Kupfer, der aufgeſchlagen auf dem Tiſche lag, zu blättern.
Er mußte äußerſt vertieft in dieſe Beſchäͤfti⸗ gung ſein; denn die Thuͤr des Zimmers offnete ſich, ohne daß er es im mindeſten zu bemerken ſchien.
Es war die Herzogin von Almeda, welche an
dieſer Thuͤr erſchien.


