Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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liche, alberne oder übertriebene Anſprüche opferte und zwar ohne Furcht, den Keim irgend eines Genie's zu erſticken; denn die großen Männer haben ihrer Zeit nie gemangelt, weil es die menſchliche Macht überſteigt, ihre göttliche Sendung zu hindern.

Jetzt vergleiche man das moraliſche Reſultat dieſer beiden Syſteme:

Das, welches unerläßliche Bedingungen und Garan⸗ tieen erfordert, um an gewiſſen Claſſen der Geſellſchaft Theil zu nehmen, gewiſſe Aemter zu erlangen;

Oder das, welches eine, allen ſchlechten und ungere⸗ gelten Leidenſchaften unbegrenzte Laufbahn eröffnet, in⸗ dem es das verderbliche Paradoxon aufſtellt: Alle können auf Alles Anſpruch machen.

Iſt dieſes nicht die urſache der furchterregenden Symptome, die ſich auf allen Seiten zeigen, jenes ge⸗

häſſigen Neides, der ſo kühn alle erworbenen Rechte bedroht?

Iſt es nicht die fruchtbare Quelle aller der bitteren

Täuſchungen, welche die Einen zum Aufſtande, die An⸗

dern zu bewaffneter Empörung treiben?

und nicht über die Verirrten, die kein anderes Un⸗ recht haben, als zu wollen, daß man ihnen die unſinnigen Verſprechungen erfüllt, darf man Anathema rufen.

Nein, die, welche für ewig die Verachtung und die Verwünſchung Frankreichs verdienen, ſind jene Ge⸗ wandten, welche, zur Macht zu gelangen, und ſie ſich zu theilen, einſt zu dem Volke ſagten: Du biſt ſou⸗ verain; und die jetzt bleich und zitternd, die Stirn in

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