Teil eines Werkes 
62.-66. Theil, Der Wart-Thurm von Koat-Vën : Roman aus dem Seeleben 1780-1830 : 1.-4. Bändchen (1841) La vigie de Koatven
Entstehung
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aber eine Geſellſchaft auf einer Baſis ruht, die ſo wech⸗ ſelnd, ſo gefährlich, ſo roh iſt, als die Gewalt, was iſt dann ihre Zukunft, als eine immerwährende Fortſetzung von Unruhen und Reibungen, veranlaßt durch Die, welche ihr anerkanntes Recht benutzen und deshalb auch ihren Tag der Gewalt haben wollen? Denn jetzt iſt Alles nivellirt. Es giebt nicht mehr jene großen, tiefen geſelligen Unterſchiede, welche die Claſſen von einander abſondern und machten, daß jedes Individuum ſich friedlich ſeine eigene Laufbahn bildete und einen edlen Stolz darin ſetzte, der Erſte ſeiner Corpo⸗ ration, ſeines Handwerkes oder ſeiner Claſſe zu werden. Ein unſchuldiger Ehrgeiz, den ein vorwurfsfreies Be⸗ tragen faſt immer krönte⸗ Und dieſe geſellſchaftliche ungleichheit, die ſo weiſe durch das Recht und die Gewohnheit beſtand, um von en Maſſen das Fieber entfernt zu halten, von dem ſie jetzt verzehrt werden, dieſe ungleichheit war nicht ſo ganz nzugänglich, daß nicht ausgezeichnete, aber wahrhaft ausgezeichnete Fähigkeiten zu Allem hätten gelangen können. Hinderte dieſe geſellſchaftliche ungleichheit, welche von den Philoſophen des 18. Jahrhunderts ſo auffallend angegriffen wurde, diejenigen, die ſelbſt zum dritten Stan⸗ de gehörten, die kein Vermögen, keine Familie hatten, in die beſte Geſellſchaft und die größte Welt eingeführt zu werden, wenn ſie hier die Würde ihres Characters zu bewahren wußten?

Hat dieſe geſellſchaftliche ungleichheit, geheiligt durch

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