da alle ſtärker ſind als Ihr, ſo wird die Gewalt ent⸗ ſcheiden, wenn die Fähigkeit es nicht vermag.
Aber Ihr habt euer Recht— ſagt Ihr.
Euer Recht! und wer hat es geheiligt? Gott? Rein. Gott miſcht ſich nicht mehr in die Angelegenheiten dieſer Welt.— Ich hätte eine göttliche Ausſtrömung, eine Gewalt durch Gott legitimirt, geachtet; aber ſobald ſie nur rein menſchlich, geheiligt durch Menſchen wie Sie und ich, wird es eine rein menſchliche Frage, die ich eben ſo gut entſcheiden kann als Ihr.
Wollt Ihr behaupten, ich habe nicht die nöthigen Fähigkeiten, Miniſter, Geſetzgeber oder Beamter zu werden? Ich habe nicht die Fähigkeit! Aber wer ſagt das! Ihr!— Weshalb ſollte ich Euch mehr glauben als meinem Bewußtſein, das mir ſagt: Du biſt fähig!
Die Mehrzahl, ſagt Ihr, antworte, ich ſei nicht fähig; alſo iſt es nur noch eine Frage der Zahl, jener Elemente, welche die rohe Gewalt bilden.— Ich werde warten oder Anhänger werben und dann wollen wir wei⸗* ter ſehen.
und man darf nicht etwa behaupten, daß dieſe Urtheile dumm oder albern ſind; leider ſind ſie ſtreng logiſch und conſequent mit dem conſtitutiven Principe, welches die Gleichheit und Souveränität Aller aufſtellt. Dieſes giebt in der That Allen das Recht, die Regierungsform zu ändern oder zu modificiren.
Sobald ein Menſch nur noch den Menſchen über ſich hat, was kann ihn dann von der Ausübung ſeines Rechtes anders noch abhalten, als die Gewalt? Sobald


